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Exportmodelle

Willkommen in der deutschen Toyota Supra MKIV (JZA80) Community!

Im Export sah sich Toyota Anforderungen und Gesetzgebungen konfrontiert, die eine Anpassung des Supra an die gegebenen lokalen Bedingungen erforderten. Neben angepassten Ausstattungen, die höherwertiger sind als die für den japanischen Markt, musste besonders der 2JZ-GTE Turbomotor fit gemacht werden.

Anders als in Japan, wo Staus in den Metropolen das Verkehrsgeschehen dominieren, werden in Nordamerika und Europa hohe Durchschnittsgeschwindigkeiten gefahren.
Um den dabei entstehenden Belastungen Herr zu werden verfügt der Turbomotor als Exportvariante über Stahl- statt Keramik-Turbinen. Das dadurch verschlechterte Ansprechverhalten wird teilweise durch eine schärfere Einlassnockenwelle kompensiert.

Auch die Abgasgesetzgebungen waren Mitte der 90er-Jahre in Europa und Nordamerika wesentlich strenger als in Japan. Dieser Tatsache verdankt die Exportvariante des 2JZ-GTE seine Abgasrückführung zur Verringerung der Stickoxidemissionen. Weiterhin erfolgt die Luftmengenerfassung im Exportmotor über einen Hitzdrahtluftmassenmesser (MAF) statt über einen Drucksensor (MAP).

Die Traktionskontrolle der Export-Turbomodelle kann neben der einfachen Regulierung der Motorleistung über eine zusätzliche Drosselklappe, so wie es in den japanischen Modellen der Fall ist, auch direkt auf die ABS-Aktuatoren zugreifen.

Anders als die japanischen Modelle, die bereits bei 180kmh abgeregelt werden, werden die Export-Turbomodelle erst bei 250kmh abgeregelt. Die Sauger-Varianten werden überhaupt nicht abgeregelt.

Die Turbo-Modelle für den Export verfügen immer über die große Bremsanlage mit 17″-Felgen, bereits ab der Einführung 1993. Auch die Differentialsperre ist immer an Bord. Generell an Bord bei den Exportmodellen ist der Tempomat. Alle Export-Supras tragen zusätzlich zum Supra-Schriftzug einen Toyota-Schriftzug am Heck.

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