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Nordamerika-Modelle

Willkommen in der deutschen Toyota Supra MKIV (JZA80) Community!

Auch wenn Toyota in Nordamerika sich Anfang der 90er-Jahre bereits einen Namen als Anbieter hochwertiger und auch luxuriöser (Lexus) Modelle gemacht hatte, sah sich der Supra hier einem wesentlich härter umkämpften Markt gegenüber als in Japan.

Neben den japanischen Herstellern, die mit ihren Modellen ebenfalls auf dem US-Markt vertreten waren, gab es eine große Konkurrenz europäischer Anbieter (Porsche, Ferrari, Jaguar, BMW…) und auch heimischer Hersteller, wie Dodge mit der Viper und Chevrolet mit der Corvette. Viele dieser Fahrzeuge waren als schwächere Basis-Modelle und starke Top-Versionen erhältlich, was auch Toyota dazu bewegte den Supra sowohl mit Saug- als auch mit Turbomotor anzubieten.

Blinker Nordamerika-Modelle

Vordere Positionslampen des US-Spec im Vergleich mit den vorderen Blinkern der J-Spec Facelift-Ausführung

Gemäß den geltenden Vorschriften verfügt der Supra in der Nordamerika-Ausführung über seitliche Positionslampen und keine seitlichen Blinker. Nicht erhältlich war der aktive Frontspoiler.

Während in Japan nur die schwarze Lederinnenausstattung zu haben war, konnte man in Nordamerika zwischen beige und schwarz wählen. Fahrer- und Beifahrerairbag gehören zum Serienumfang.

Die Leistung der Motoren wird in den USA nach der dort geltenden SAE-Norm mit 320PS bei 5600/min (2JZ-GTE) und 220PS bei 5800/min (2JZ-GE) angegeben. In der Version für Bundesstaaten mit kalifornischer Abgassgesetzgebung verfügt der 2JZ-GE Saugmotor über eine Frischlufteinblasung.

Anders als in Japan, wo das Baujahr zur Differenzierung eines Automodells herangezogen wird, wird in den USA von Modelljahren (Model Years) gesprochen. Hierbei beginnt ein Modelljahr immer im Herbst des Vorjahres.

5.1993-1994

Zur Einführung auf dem US-Markt standen zwei Modellvarianten zur Wahl: Supra und Supra Turbo.

Der Supra verfügte dabei über den 2JZ-GE Saugmotor, entweder in Kombination mit dem manuellen 5-Gang Getriebe oder mit der 4-Gang Automatik. Die Differentialsperre war für die Non-Turbo Varianten als Extra erhältlich. Die Non-Turbo Modelle waren ausschließlich mit der kleinen Bremsanlage erhältlich.

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Supra Turbo in US-Ausführung mit Positionslampen und serienmäßiger 17″-Bereifung. Foto: Titan Motorsports

Dem Namen entsprechend war der Supra Turbo mit dem 2JZ-GTE bestückt, der entweder an das manuelle 6-Gang Getriebe oder an die Automatik gekoppelt ist. Beide Ausführungen verfügen hierbei serienmäßig über die Differentialsperre und die große Bremsanlage mit 17″-Felgen.

 

 

 

 

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US-Spec Turbo, Modelljahr 1993 Premier Edition Symbol auf dem Aschenbecher

Das Targadach („Sport Roof“) war für den Supra und den Supra Turbo als Sonderausstattung erhältlich, immer in Kombination mit der Lederausstattung. Der große Heckspoiler war zu Beginn nur für den Supra Turbo und da auch nur als Sonderausstattung lieferbar.

Supras des 1993er Modelljahres tragen ein „Premier Edition“-Symbol auf dem Ascher.

 

 

1995

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Supra SE

Die Ausstattungsvarianten wurden nicht geändert. Der große Heckspoiler konnte nun auch mit den Non-Turbo Modellen geordert werden.

Als Sondermodell wurde der Supra SE (Special Edition) eingeführt. Dieses Modell war eine Variante der Non-Turbo Ausführung, die mit Zierrat aufgewertet wurde: Neben den goldfarbenen Toyota-Symbolen und dem „Supra SE“ – Schriftzug am Heck, der sich auch auf den Fußmatten wiederfindet, hatte der Supra SE aufgeklebte Zierstreifen an den Seiten.
Für das auf 500 Einheiten limitierte Modell war das Targa-Dach nicht lieferbar. Die Sitze sind ausschließlich mit Stoff überzogen und nur mechanisch verstellbar. Statt der sonst mit PVC bezogenen Rückbank sind auch die Rücksitze des Supra SE mit Stoff überzogen.

Der SE konnte mit manuellem Getriebe oder Automatik bestellt werden.
Die einzigen erhältlichen Farben waren: Renaissence Red (3L2), Black (202) und das exklusive, nur in dieser Variante erhältliche, Diamond White Pearl (051).

Für die anderen Modelle wurde 1995 die Farbe Jewel Green (6P3) der Farbpalette hinzugefügt.

1996

Das Modelljahr 1996 stellte Toyota vor einige Probleme: Die Vorbereitung des Facelifts war voll im Gange. Zu allem Überfluss entschlossen sich einige US-Bundesstaaten dazu noch strengere Abgasvorschriften einzuführen und die OBDII-Schnittstelle vorzuschreiben.

Toyota reagierte und rüstete sowohl den 2JZ-GE, als auch den 2JZ-GTE mit selbiger aus.
Dem Facelift vorweg genommen wurden die Änderungen an Traktionskontrolle und ABS-System: Der Snow-Mode wurde bereits eingeführt und die Eingriffsmöglichkeit in das ABS entfernt.

Das normale ABS wurde durch das 3-Kanal System ohne Fliehkraftsensor ersetzt, die Turbomodelle erhielten das „Sport ABS“ mit neuem linearen Fliehkraftsensor.

Für das Modelljahr 1996 wurden die Turbomodelle mit manuellem 6-Gang Getriebe vorübergehend gestrichen. Die Turbo-Modelle mit Automatik wurden serienmäßig nur noch mit Targa-Dach ausgeliefert.

Ausserdem entfielen die beheizbaren Aussenspiegel in den Non-Turbo Modellen.

1997 (Facelift)

Mit dem Modelljahr 1997 wurde das Facelift auch in Nordamerika eingeführt. Die Fahrzeuge tragen als Remineszenz an die Einführung der 2. Supra-Generation im Jahre 1982 die Zusatzbezeichnung „Limited Edition 15th Anniversary“. Die dazu passenden Schriftzüge befinden sich auf dem Aschenbecher und an den Kotflügeln.

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„Limited Edition“ Schriftzug am Kotflügel

Die kosmetischen Änderungen entsprechen denen der japanischen Ausführung, mit dem Unterschied, dass das Design der Instrumente mit den drei großen Anzeigen und dem digitalen Kilometerzähler beibehalten wurde.

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Instrumentendesign unverändert, Kunststoff hellgrau „Limited Edition“ Schriftzug auf dem Aschenbecher

Die 17″-Felgen der Turbo-Modelle behielten das Nabendeckel-Design der Vorfacelift-Modelle, waren aber von nun an hochglanz-poliert.

Das 6-Gang Getriebe wurde im Modelljahr 1997 wieder eingeführt, die Turbo-Modelle waren aber nur noch in Bundesstaaten ohne die strengeren kalifornischen Abgasgrenzwerte erhältlich und hatten das Targa-Dach, sowie eine Lederausstattung serienmäßig an Bord. Die Automatikmodelle erhielten die Differentialsperre nicht mehr serienmäßig, sondern nur noch als Sonderausstattung.

Ausserdem wurde der Supra-Schriftzug um einen „turbo“-Schriftzug am Heck ergänzt. Die beheizbaren Aussenspiegel entfielen bei allen Modellen.

1998

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US-Spec Non-Turbo Modelljahr 1998:
Dreispeichenlederlenkrad, neuer Sitzbezug

1998 stellte das letzte Jahr dar, in dem der Supra in den USA angeboten wurde. Von den japanischen Modellpflegemaßnahmen wurde das neue Design der Stoffsitze, sowie das neue 3-Speichen Airbaglenkrad übernommen.

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US-Spec Non-Turbo Modelljahr 1998, 2JZ-GE mit VVT-i

Anders als in den Japan-Modellen, wo der 2JZ-GTE mit VVT-i versehen wurde, blieb die variable Ventilsteuerung in den US-Modellen den Saugern vorbehalten, die nur noch mit dem Automatikgetriebe lieferbar waren. Hier erhöhte sich durch dessen Einsatz in Kombination mit der elektronisch gesteuerten Drosselklappe die Leistung um 5PS auf 225PS bei 6000/min. Vorher: 220PS bei 5800/min, jeweils nach amerikanischer SAE-Norm gemessen.

Bei allen Modellen war der große Heckspoiler im Modelljahr 1998 Teil des Serienumfangs.

Der Verkauf in den USA wurde mit dem Modelljahr 1999 eingestellt. Damit endete auch die Produktion von Export-Fahrzeugen.

Kanada-Modelle

Auf dem Gebiet des nördlichen US-Nachbarn war das Supra-Angebot eingeschränkt: Die Turbo-Modelle mit Targa-Dach und Lederausstattung waren die einzige erhältliche Variante. Dem Käufer blieb nur die Wahl zwischen 6-Gang Schaltgetriebe und 4-Gang Automatik.
Die Ausstattung entspricht den US-Modellen. Zusätzlich hat die auch C-Spec genannte Kanada-Ausführung Tagfahrleuchten und eine Sitzheizung.
Vom US-Modell unterscheiden lässt sie sich weiterhin durch den Tachometer mit großer kmh-Skala und kleiner Meilen-Skala, sowie durch die Klimaautomatik-Bedienelemente mit Temperatur-Angaben in Grad Celsius statt Fahrenheit.

Der Verkauf in Kanada endete 1997, es waren also auch für kurze Zeit Facelift-Modelle erhältlich.

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